Elstern gelten im Volksmund als „diebisch und schlau“. Okay: Das Attribut „diebisch“ haben britische Wissenschaftler inzwischen glaubwürdig widerlegt. Trotzdem irgendwie abgefahren, wenn eine amtliche elektronische Steuer-Software ausgerechnet nach dem Rabenvogel benannt wird.

Zumal das Attribut „schlau“ der amtlichen Steuersoftware „Elster“ auch nur partiell angeheftet werden kann. „Schlau“ ist „Elster“ ganz bestimmt aus Sicht staatlicher Steuereintreiber, weil es ihnen stupide Erfassungsarbeit spart. Die übernimmt im günstigsten Fall der gewissenhafte Steuerbürger künftig selbst.

Blöd nur, dass selbiger nicht gleich auch den Rechnungs-Gerümpel-Steuer-Schuhkarton mit dem Übergang in die volldigitalisierte Steuererklärungs-Welt symbolträchtig verbrennen kann. Wer nämlich Abrechnungsbelege bei „Elster“ geltend macht, muss im Zweifel auch nach zehn Jahren noch die entsprechenden Rechnungen im Original vorzeigen können. Da hätte den Elster-Erfindern schon etwas Schlaueres einfallen können.

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